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Manchmal...

Manchmal lass ich beim Gitarrespielen einfach mal das Plektron weg und streichle die Seiten. Empfindsames Fingerleder auf gepanntem Nylon. Beides eigenartig weich und eigenartig fest. Ich bin dann ganz dicht dran. Mit meinem Körper an der Musik. Tastend. Spürend. Lauschend, wie die Finger über das Holz rutschen und der Klang des leisen Tons im Raum verhallt. Dabei liege ich gern im Dunkeln oder im Freien. Lauschend, nur gering - aber unheimlich dicht - manipulierend, träumend und staunend ob dieser Welt, die einfach so in der Lage ist, Klänge erzeugen zu lassen.

Manchmal lass ich beim Diskutieren einfach dieses eiskalte Etwas weg, das einen festen Stammplatz in meinem Hirn einnimmt und sich Stolz nennt. Das sich mit der Logik paart, um auf das Rad blitzschneller Informationsverarbeitung aufzuspringen, um im Rechthaben loszugehen und im Rechthaben zu bleiben und im Recht- und Alleinbleiben übrig zu bleiben. Spüre, wie es im Kopf auch warm werden kann, wenn ich in Gesichter sehe. Reden ist kein Kampf mehr. Reden wird zum Geländer für Dich und mich - wo doch keiner von uns beiden über die Reeling steigen mußte.

Manchmal lass ich in Deinen Armen einfach alle meine Ängste weg. Meine Sorgen und Pläne. Wir schwimmen und tauchen. Wir sind einfach. Beide eigenartig weich und eigenartig fest. Empfindsames Füreinander und wirkliches So-wie-Du-bist-Sein. Tastend. Schnuppernd. Spürend, wie Seelen heilen. Unsere Seelen, deren Wunden schorfähnlich taub schmerzten, unbewußt schmerzten. Spürend, wie uns eine Welle an einem Ufer ablegt, welches anzunavigieren ich nie in der Lage war. Spürend, sanft - aber unheimlich dicht - berührend, träumend und staunend.

Manchmal ist manchmal viel zu selten.

9.2.07 01:32
 


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