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Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt...

Das graue Haus,was so müde und trostlos wirkt,so einsam,steht erneut vor ihr.
Sie geht erneut hinein und sie hat keine Zeit,darüber nachzudenken,warum.Sie geht durch den leeren Flur,in den selten ein paar Lichtstrahlen fallen,die Treppen hinauf.An den bunten Bildern vorbei,wo ihr Blick kurz stehen bleibt.Doch sie hat keine Zeit,darüber nachzudenken,wie schön sie eigentlich sind.

Was sie jetzt gern tun würde,ihre geliebte Gitarre in die Hand nehmen,Regentropfen zählen,in einer Ecke des kleinen,ihres kleinen Zimmers ihr Lieblingsbuch lesen,oder reden.Mit jemandem reden,der ihr zuhört.Nicht einer von denjenigen,die lächelnd nicken und zustimmen.Sondern jemand der sie und ihre komplizierten Ansichten versteht.Jemand der ihren oft traurigen und wirren Gedankengängen folgen kann.Jemand der sie in den Arm nimmt.

Doch was sie tun "möchte",danach fragt niemand.Im Moment ist ja auch niemand da,denkt sie sich.Eigentlich ist nie jemand da.Auch wenn das Haus oft voll von Menschen ist.Sie laufen und hetzten von einem Ort zum nächsten,von hier nach dort und von A nach B.Und sie mitten drin.Dabei bleibt ihnen keine Zeit,darüber nachzudenken wohin sie laufen,hetzten und stürmen.

Vor ihr liegt jetzt der verzweifelte Kampf mit den Büchern um Wissen.Hausaufgaben,Vorträge und Aufsätze.Der traurige Alltag eben.Sie hat keine Zeit,darüber nachzudenken,für wen oder was sie das eigentlich tut.Sie schreibt,schreibt viel...wechselt die Patrone...schreibt weiter.Das Wetter wechselt.
Es fängt an zu regnen und wird dunkel.Sehnsüchtig schaut sie nach draußen,zu den poetisch aussehenden Regentropfen,die ganz langsam das dunkle Fenster herunter kullern.Wie gerne würde sie,sie jetzt zählen.Doch zum Regentropfen zählen ist keine Zeit.Sie denkt an ihre Freunde,ob sie wohl gerade an ihrem Fenster sitzen und Regentropfen zählen?

Sie verwirft den Gedanken an die Regentropfen und schreibt weiter.Endlich hat sie es geschafft,hinter sich.Sie nimmt sich und ihre nun wieder bestehenden Gedanken an die Regentropfen mit in die Küche.Während sie sich behutsam ihre Scheibe Toast belegt,entstehen Diskussionen.Wie sie immer entstehen.
Heftig,laut und emotionslos,denkt sie.Für ein liebevolles Wort,hat ihr Vater keine Zeit.Die Diskussionen dauern Minuten,Stunden...ewig...Es tut weh.
Ich bin verletzt.Äußerlich gewinnt er.Innerlich gewinnt sie.Er will eine sichere Zukunft,nach seinen Vorstellungen für sie.
Sie will nur Freiheit und glücklich sein.

Doch für Freiheit und Glück ist in der heutigen Welt genauso wenig Zeit,wie für Regentropfen zählen...auch nicht dazu Ungerechtigkeit zu erkennen.

3.2.07 13:38
 


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