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Du warst mein Engel...

Du hattest ein schwarzes und ein grünes Bein, damals, als du am schönsten warst. Manchmal sah ich von dir nur diese Beine, deine Füße in den schwarzen Springerstiefeln mit den lilalen Schnürsenkeln, dann, wenn du dich hinter einem Mauervorsprung verborgen hieltest und nur ein Drittel deines Körpers hinaus in die Welt ragte. Deine Haare waren grün und lila, und meine Hände sahen deswegen oft aus wie die einer Wasserleiche, denn wir hassten Handschuhe und liebten den direkten Kontakt zur Farbe.

Mit deinem schwarzen Kopftuch sahst du aus wie eine Piratenbraut, und doch warst du ein Engel. Ich glaubte, du hättest dir einen Flügel gebrochen und seist deswegen auf die Erde gestürzt. Die Erde war nie deine Welt. Weder konnten die Menschen dich verstehen, noch du sie. Und so beschloss ich, dich zu führen. Doch ich kannte nur die Irrwege und vermied die großen Straßen, die du später beschreiten wolltest.

Manchmal drohten wir aus unserer Welt zu fallen, doch dabei riss es uns in entgegengesetzte Richtungen. Dann klammerten wir uns aneinander fest, bis es weh tat. Die Sogwirkungen neutralisierten sich und wir hielten uns auf dem schmalen Weg, den wir beschritten, solange wir uns weigerten, einander loszulassen.

Unsere Freunde ertrugen uns nicht, wenn wir beieinander waren, weil wir keine Sprache sprachen, die andere verstanden. Wir genügten uns selbst so sehr, dass wir glücklich waren, wenn wir nur stundenlang schweigend in der Nacht sitzen und einen Baum ansehen konnten. Nach unseren Treffen hüpfte ich immer nach Hause. Mit dir habe ich das Laufen verlernt.

Wir sprangen Hand in Hand von Parkbänken, und ich hätte dich gerne zurück in den Himmel gelassen.

T., manchmal fühlt es sich an, als hätte ich mich an dir leer geliebt. Ich vermisse dich noch heute. Dich und deine zerrissenen Hosen, und deine Lieder...

10.2.07 12:37


Was ich an dir mag...

Ich mag dein Haar, deine elfengleichen Ohren, die mir Aufmerksamkeit schenken, deinen Mund, wie er sich zu einem Lächeln zieht, wenn du sprichst, deine wunderschönen Augen, wie sie dabei leuchten, ich mag die kleinen, kaum zu sehenden Sommersprossen auf deiner Nase, deine rosarot gefärbten Wangen, wenn du in der Kälte stehst, ich mag deine Stimme, deine Art bei kuriosen Aussagen rot zu werden, ich mag deine Art dich auszudrücken, wie du sprichst, wie du atmest, ich mag deine Gestik, deine Mimik, deine Ausdrucksweise, die mich zum lächeln bringen kann, deine Unergründbarkeit, mit der du einzigartig bist und bleibst, auch wenn es mir schwer fällt nicht nervös zu sein, wenn du in meiner Nähe bist, ich mag dich zu beobachten, ich mag Zeit, die ich nicht habe, für dich aufzubringen, ob nun, um mit dir zu reden oder nur um an dich zu denken, ich mag meine Gedanken an dir zu verlieren, an deine Wärme, die du vielleicht unwissendlich für mich ausstrahlst, ich mag deine gute Seele, deine geheimnisvolle Seite, die ich nicht erforschen kann, ich mag deinen Anblick so sehr, dass es mir schwer fällt, dich ernsthaft anzuschauen ohne lächeln zu müssen oder den direkten Weg an dir vorbei zu gehen, ohne vorher nach Einem um dich herum zu suchen. Ich hasse mich so sehr dafür, dass ich es nicht schaffe, es mich nicht traue, dir das alles zu sagen, dir mitzuteilen, wie sehr ich dir sagen möchte: Ich liebe dich.
10.2.07 12:07


Manchmal...

Manchmal lass ich beim Gitarrespielen einfach mal das Plektron weg und streichle die Seiten. Empfindsames Fingerleder auf gepanntem Nylon. Beides eigenartig weich und eigenartig fest. Ich bin dann ganz dicht dran. Mit meinem Körper an der Musik. Tastend. Spürend. Lauschend, wie die Finger über das Holz rutschen und der Klang des leisen Tons im Raum verhallt. Dabei liege ich gern im Dunkeln oder im Freien. Lauschend, nur gering - aber unheimlich dicht - manipulierend, träumend und staunend ob dieser Welt, die einfach so in der Lage ist, Klänge erzeugen zu lassen.

Manchmal lass ich beim Diskutieren einfach dieses eiskalte Etwas weg, das einen festen Stammplatz in meinem Hirn einnimmt und sich Stolz nennt. Das sich mit der Logik paart, um auf das Rad blitzschneller Informationsverarbeitung aufzuspringen, um im Rechthaben loszugehen und im Rechthaben zu bleiben und im Recht- und Alleinbleiben übrig zu bleiben. Spüre, wie es im Kopf auch warm werden kann, wenn ich in Gesichter sehe. Reden ist kein Kampf mehr. Reden wird zum Geländer für Dich und mich - wo doch keiner von uns beiden über die Reeling steigen mußte.

Manchmal lass ich in Deinen Armen einfach alle meine Ängste weg. Meine Sorgen und Pläne. Wir schwimmen und tauchen. Wir sind einfach. Beide eigenartig weich und eigenartig fest. Empfindsames Füreinander und wirkliches So-wie-Du-bist-Sein. Tastend. Schnuppernd. Spürend, wie Seelen heilen. Unsere Seelen, deren Wunden schorfähnlich taub schmerzten, unbewußt schmerzten. Spürend, wie uns eine Welle an einem Ufer ablegt, welches anzunavigieren ich nie in der Lage war. Spürend, sanft - aber unheimlich dicht - berührend, träumend und staunend.

Manchmal ist manchmal viel zu selten.

9.2.07 01:32


Mein Blutsbruder, die Musik...

Musik ist meine andere Welt. Das Schlaraffenland der guten Worte. Das Ende meines Regenbogens. Mein Antibiotika bei schlechter Laune. Meine Brücke zwischen gestern und heute - damals und jetzt. Mein Schlüsselloch in eine schönere Welt. Mein Zimt im Zucker.

Sie versteht mich. Und ich verstehe sie.
Ich rede nicht von schlecht gecoverten Songs. Weniger von Möchtegernmännern die ihr labiles Ich hinter Goldketten, Prollworten und weiblichen Brüsten verstecken. Auch nicht von Musik, die an Geschirrscheppern erinnert. Und auch nicht von Papas Schatztruhe, die sicher auch gute Facetten aufweist.
Viel mehr rede ich von wahrer Musik mit vielsagenden Texten. Musik, die Schlüsselreiz meiner Bewegungen ist.
Musik, die mir die Augen öffnet, die mir hilft die Welt in der ich lebe und ihre Menschen besser zu verstehen. Die Musik die mir das Gefühl gibt verstanden zu werden, die meine Gedanken teilt und mir zeigt das ich nicht alleine auf dieser Welt bin.

Musik, die mich an schöne Momente erinnert. Musik die es schafft mich stimmungmäßig von 0 auf 300 zu bringen. Die mir manchmal mehr gibt als menschliche Gesten und ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert.

Ich rede von Musik, die mich an die Tränengrenze bringt und manchmal ja manchmal auch schafft, einfach nur so eine Träne in diese Welt zu verlieren.

Die Musik die mir in gewissen Momenten Gänsehaut verschafft und die Musik die mich mit nur wenigen Menschen verbindet.

Musik die mich in eine Welt bringt, gefüllt von Hoffnung, Respekt und theatralischer Einsichtigkeit. Musik die mich auffängt und trägt. Die mich auf Wolken schweben lässt. Und sich auch bei Unwetter nicht verzieht.

 

Hiermit liebe Musik, möchte ich dir meine Liebe gestehen.
Ich möchte dir sagen, das ein Leben ohne dich totale Leere wäre und ich verzweifeln würde. Denn deine Botschaften sind es, die mir immer wieder Kraft geben.
Liebe Musik willst du mich begleiten- ein Leben lang? Willst du mein Blutsbruder werden und zu mir stehen in jeder Situation. Niemals werden sich unsere Wege scheiden. Und wir werden wundervolle Menschen treffen, die uns auf unserem Weg begleiten. Menschen, denen es so geht wie mir.

Auch ich brauchte Zeit um zu erkennen wie wertvoll du bist. Viel zu oberflächlich betrachtete ich dich damals. Sprunghaft war ich- wahrscheinlich aus Jugendlicher Naivität, teilweise auch aus Gruppenzwang und Medienbeeinflussung.
Aber heute weiß ich was richtig für mich ist.
DU BIST ES...

Lachen ist ein Ausdruck relativer Behaglichkeit.
Doch wie es in mir aussieht, dass weißt du nicht. Dieses Geheimnis teile ich nur mit der Musik.

7.2.07 14:57


Du bist wie eine Droge...

Du bist nicht gut für mich und trotzdem will ich mehr.ich dachte ich könnte dich vergessen. deine unmögliche art, wie du redest. wie du bist. normalerweise finde ich typen wie dich zum kotzen. ich rede noch nicht einmal mit ihnen. und in dich habe ich mich verliebt. es macht mich wahnsinnig. als ich dich vor monaten das erste mal getroffen habe hat es mir den boden unter den füßen weggezogen. nur ein abend. nur ein paar blickkontakte. mehr nicht. eine gemeinsame freundin warnte mich. du wärst ein idiot. sie wollte mir noch nicht mal deine nummer geben. sie wollte mich ja nur schützen, vor dir. ich hab versucht dich zu vergessen. bis zu dem einen abend. ein konzert. du warst da. wir redeten nicht. ich versuchte dich zu ignorieren. all das verdrängen hat nichts gebracht. deine anwesenheit reichte aus um mich zu verwirren. mein verstand sagt nein, mein herz ja. deine schuld. und nun. gestern abend wieder. ich habe meinen verstand ausgeschaltet. mit dir getanzt, mit dir geredet. ich hasse deine art. eigentlich. der abend war toll. deine umarmung. ich spüre sie noch. du wolltest meine handynummer. da war mein verstand wieder da. für einen kurzen moment. falscher moment. jetzt bereue ich es. in zwei wochen seh ich dich wieder. was ist dann? wie wird es sein? anders? gleich? ich weis nur dass ich mehr will. von dir.
4.2.07 14:17


Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt...

Das graue Haus,was so müde und trostlos wirkt,so einsam,steht erneut vor ihr.
Sie geht erneut hinein und sie hat keine Zeit,darüber nachzudenken,warum.Sie geht durch den leeren Flur,in den selten ein paar Lichtstrahlen fallen,die Treppen hinauf.An den bunten Bildern vorbei,wo ihr Blick kurz stehen bleibt.Doch sie hat keine Zeit,darüber nachzudenken,wie schön sie eigentlich sind.

Was sie jetzt gern tun würde,ihre geliebte Gitarre in die Hand nehmen,Regentropfen zählen,in einer Ecke des kleinen,ihres kleinen Zimmers ihr Lieblingsbuch lesen,oder reden.Mit jemandem reden,der ihr zuhört.Nicht einer von denjenigen,die lächelnd nicken und zustimmen.Sondern jemand der sie und ihre komplizierten Ansichten versteht.Jemand der ihren oft traurigen und wirren Gedankengängen folgen kann.Jemand der sie in den Arm nimmt.

Doch was sie tun "möchte",danach fragt niemand.Im Moment ist ja auch niemand da,denkt sie sich.Eigentlich ist nie jemand da.Auch wenn das Haus oft voll von Menschen ist.Sie laufen und hetzten von einem Ort zum nächsten,von hier nach dort und von A nach B.Und sie mitten drin.Dabei bleibt ihnen keine Zeit,darüber nachzudenken wohin sie laufen,hetzten und stürmen.

Vor ihr liegt jetzt der verzweifelte Kampf mit den Büchern um Wissen.Hausaufgaben,Vorträge und Aufsätze.Der traurige Alltag eben.Sie hat keine Zeit,darüber nachzudenken,für wen oder was sie das eigentlich tut.Sie schreibt,schreibt viel...wechselt die Patrone...schreibt weiter.Das Wetter wechselt.
Es fängt an zu regnen und wird dunkel.Sehnsüchtig schaut sie nach draußen,zu den poetisch aussehenden Regentropfen,die ganz langsam das dunkle Fenster herunter kullern.Wie gerne würde sie,sie jetzt zählen.Doch zum Regentropfen zählen ist keine Zeit.Sie denkt an ihre Freunde,ob sie wohl gerade an ihrem Fenster sitzen und Regentropfen zählen?

Sie verwirft den Gedanken an die Regentropfen und schreibt weiter.Endlich hat sie es geschafft,hinter sich.Sie nimmt sich und ihre nun wieder bestehenden Gedanken an die Regentropfen mit in die Küche.Während sie sich behutsam ihre Scheibe Toast belegt,entstehen Diskussionen.Wie sie immer entstehen.
Heftig,laut und emotionslos,denkt sie.Für ein liebevolles Wort,hat ihr Vater keine Zeit.Die Diskussionen dauern Minuten,Stunden...ewig...Es tut weh.
Ich bin verletzt.Äußerlich gewinnt er.Innerlich gewinnt sie.Er will eine sichere Zukunft,nach seinen Vorstellungen für sie.
Sie will nur Freiheit und glücklich sein.

Doch für Freiheit und Glück ist in der heutigen Welt genauso wenig Zeit,wie für Regentropfen zählen...auch nicht dazu Ungerechtigkeit zu erkennen.

3.2.07 13:38


Vollkommen für mich...

Leise
summt
meine Seele
die Melodie der Sehnsucht
während
unsere Herzen
anfangen
im zärtlichen Rhythmus
der Vertrautheit
zu schlagen

Immer lauter
bis
unsere Seelen
ineinander verschlungen
miteinander tanzen

Jede Pore
meines Herzens
öffnet sich
um dich
aufzusaugen
gierig, panisch, grob
-es könnte das
letzte Mal
gewesen sein-
und zugleich
vorsichtig, ehrfürchtig
du bist so
verletzlich

In düsteren Stunden
an lichtlosen Tagen
kann ich dann
in die Kammer
meines Herzens
kriechen
um dich
in meiner Erinnerung
zu treffen
um in deinem Lachen
zu schwimmen
um in deinem Blick
mein Ich zu spüren
um dich einzuatmen
(damals hatte
mein Herz seine Wände
mit deinem Duft
gestrichen)

Von
meiner Liebe
erschaffene Worte
verlassen meinen Mund:
"Vollkommen
für mich"

sehnsüchtig
lächle ich in mich hinein
- ja, das bist du.

3.2.07 13:29


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